Freitag Apr 24, 2009

Links 20090424 - PostgreSQL-Migration, Gentoo Overlays, bindfs, lsyncd, Breakpoint 2009

pg_migrator - Wer sich schon mal auf das Upgrade von PostgreSQL 8.3 auf 8.4 vorbereiten möchte, kann sich dieses Tool mal anschauen. Es soll das berühmt, berüchtigte Dump/Restore-Prozedere bei einem Postgres-Upgrade obsolet machen. Bruce Momjian bereitet gerade das Upgrade von pg_migrator vor.
Ycarus Gentoo ebuild - Eine gute Übersicht, welche zusätzlichen Gentoo Overlays es gibt und welche ebuild's man darin findet, gibt es hier.
bindfs - Ein FUSE filesystem das Verzeichnisse in andere Verzeichnisse reinspiegelt, ähnlich "mount --bind". Es kann aber Verzeichnis- und Dateirechte ändern und gespiegelte nur für bestimmte Prozesse freigeben.
Live Sync with lsyncd und lsyncd Live Syncing (Mirror) Daemon - lsyncd kann Verzeichnisse überwachen und Änderungen sofort mit Hilfe von rsync auf einen anderen Rechner kopieren. Im Gegensatz zu incron arbeitet lsyncd auch rekursiv.
Breakpoint 2009 Results - Über Ostern fand ja mal wieder die bekannte Demoparty statt. Hier findet man alle Demo's, Musik und Grafiken zum Download. Das offizielle Einladungsvideo findet man übrigends auf Youtube.


Montag Mrz 30, 2009

Elitebook 8530p, Gentoo, Funtoo - Teil 2

Es hat mir einfach keine Ruhe gelassen ;-) Wie kürzlich berichtet, hat Gentoo Linux ja soweit funktioniert mit dem HP Elitebook 8530p. Nur leider war mit der ATI Radeon HD  3650 (R635) kein Blumentopf zu gewinnen. Nun gut, also nochmal ran an die Büchse...

Zunächst war klar, die Komponenten da drin sind ziemlich neu für Linux-Verhältnisse. Es musste also das Neueste vom Neuen an Software und Treiber her. Also hab ich nicht Gentoo sondern Funtoo installiert ;-) Funtoo stammt von Daniel Robbins und das war der Gentoo-Gründer. Die Unterschiede zwischen Funtoo und Gentoo sind nicht so riesig. Zum einen wird dort der Portage-Tree in einem Git-Repository verwaltet. Das merkt man hauptsächlich bei einem emerge aber auch nur optisch soz. Der zweite große Unterschied ist, das die Pakete aus dem unstable Zweig kommen - also genau das was wir hier brauchen ;-) Die Unterschiede bei der Installation findet ihr im o.g. Link zu Funtoo.

Im Bios sollte man zunächst die Option System Configuration -> Device Configuration -> FAN Always on while on AC Power ausschalten. Gebootet habe ich zunächst wieder mit Sabayon-Linux 4.1. Im Prinzip tut es aber jede Distribution die einen neueren Kernel hat z.B. auch die auf Gentoo basierende System Rescue CD. Sabayon habe ich mit den Parametern acpi=off gestartet (siehe auch hier). Ohne den, hängt sich die Installation relativ schnell weg. ACPI auszuschalten, ist i.d.R. keine so gute Idee, zumal man dann auch nur einen Prozessor hat, aber für die Grundinstallation tut's das. Wenn gebootet, geht man wie im Funtoo/Gentoo-Handbuch beschrieben vor, bis man zu der Stelle kommt, wo man den Kernel kompiliert. Da wir ja im unstable-Zweig sind, erhalten wir automatisch die neuesten gentoo-sources und das ist gerade jetzt aktuell der Kernel 2.6.29. Und nur zur Beruhigung: Damit läuft auch ACPI wunderbar ;-) Die .config für den Kernel habe ich nicht selbst erstellt, sondern habe mir vertrauensvoll die Konfiguration (in diesem Fall für x86_64 bzw. amd64) gezogen, die Sabayon mit ihrem Kernel 2.6.27 verwendet. Die kopiert man nach /usr/src/linux/.config und erzeugt sich dann mit genkernel --menuconfig --oldconfig all einen Kernel. Es wird vorher noch das Kernelmenü aufgerufen, wo man noch eigene Einstellungen vornehmen kann, aber ich würde da erst später rumspielen. Die Sabayon-Jünger machen da einen guten Job. Die /boot/grub/grub.conf sieht dann bei mir so aus:

default 0
timeout 30

title Gentoo 2.6.29
root (hd0,0)
kernel /boot/kernel-genkernel-x86_64-2.6.29-gentoo root=/dev/ram0 init=/linuxrc ramdisk=8192 real_root=/dev/sda2 udev vga=791
initrd /boot/initramfs-genkernel-x86_64-2.6.29-gentoo

real_root müsst ihr natürlich anpassen, wenn / bei euch wo anderes liegt. Wenn man dann die restliche Installationsprozedur abgeschlossen hat, kann man booten. Aktuell erscheint dann nicht zweimal der beliebte Tux sondern zwei tasmanische Teufel ;-)

Soweit so gut. Bevor man sich nun die radeonhd-Treiber für die ATI 3650 (R635) installiert, muss man noch die /etc/make.conf anpassen. Die sieht bei mir so aus:

ACCEPT_KEYWORDS="~amd64"
CHOST="x86_64-pc-linux-gnu"
CFLAGS="-march=core2 -O2 -msse4.1 -pipe"
CXXFLAGS="${CFLAGS}"
MAKEOPTS="-j3"

GENTOO_MIRRORS="http://ftp-stud.fht-esslingen.de/pub/Mirrors/gentoo/ "

SYNC="rsync://rsync.europe.gentoo.org/gentoo-portage"

USE="acl cups gdbm gpm libg++ nptl nptlonly unicode aac apache2 acpi alsa arts bash-completion bluetooth bmp bzip2 cdparanoia clamav curl cairocdr crypt dbus dv dvb dvd dvdr dvdread eds encode esd ethereal exif expat evo faad fam firefox ffmpeg flac gcj gd glitz gnutls gif gnome gpm gstreamer gtk hal ieee1394 imagemagick jpeg kde kerberos lirc lm_sensors mad mikmod matroska mbox mp3 mjpeg mono mpeg multilib nas ncurses ogg opengl oss pdf png posix postgres python qt3 qt3support quicktime readline ruby samba sasl scanner sdl spell sse2 ssl streamzap svg tcpd theora tidy tiff tiff truetype usb v4l vcd vorbis wifi win32codecs wmf wxwindows xine xinerama unicode X xml xmms xvid xv zlib"

# KDE
LINGUAS="en de"

# X11
VIDEO_CARDS="radeon radeonhd"
INPUT_DEVICES="keyboard mouse evdev synaptics"

Wichtig ist, das man radeon UND radeonhd bei den VIDEO_CARDS angibt! Die CFlags bekommt man ja üblicherweise hier. Dann installiert man sich den radeonhd-Treiber. Aktuell ist das x11-drivers/xf86-video-radeonhd-1.2.4. Das installiert dann einen ganzen Rattenschwanz an Paketen hinterher u.a. natürlich den xorg-server. Wenn das passiert ist, kann man sich mal eine xorg.conf erstellen mit xorgcfg z.B. Für den Laptop hier sieht die xorg.conf bei mir so aus:

Section "ServerLayout"         
        Identifier     "X.org Configured"
        Screen      0  "Screen0" 0 0    
EndSection                              

Section "Files"
        ModulePath   "/usr/lib64/xorg/modules"
        FontPath     "/usr/share/fonts/misc/"
        FontPath     "/usr/share/fonts/TTF/" 
        FontPath     "/usr/share/fonts/OTF"  
        FontPath     "/usr/share/fonts/Type1/"
        FontPath     "/usr/share/fonts/100dpi/"
        FontPath     "/usr/share/fonts/75dpi/"
EndSection                                    

Section "Module"
        Load  "freetype"
        Load  "glx"    
        Load  "record" 
        Load  "xtrap"  
        Load  "extmod" 
        Load  "dri"    
        Load  "dbe"    
EndSection             

Section "Monitor"
        Identifier   "Monitor0"
        VendorName   "Monitor Vendor"
        ModelName    "Monitor Model"
EndSection                          

Section "Device"
        ### Available Driver options are:-
        ### Values: <i>: integer, <f>: float, <bool>: "True"/"False",
        ### <string>: "String", <freq>: "<f> Hz/kHz/MHz"            
        ### [arg]: arg optional                                     
        #Option     "NoAccel"                   # [<bool>]          
        #Option     "AccelMethod"               # [<str>]           
        #Option     "offscreensize"             # [<str>]           
        #Option     "SWcursor"                  # [<bool>]          
        #Option     "ignoreconnector"           # [<str>]           
        #Option     "forcereduced"              # [<bool>]          
        #Option     "forcedpi"                  # <i>               
        #Option     "useconfiguredmonitor"      # [<bool>]          
        #Option     "HPD"                       # <str>             
        #Option     "NoRandr"                   # [<bool>]          
        #Option     "RROutputOrder"             # [<str>]           
        #Option     "DRI"                       # [<bool>]          
        #Option     "TVMode"                    # [<str>]           
        #Option     "ScaleType"                 # [<str>]           
        #Option     "UseAtomBIOS"               # [<bool>]          
        #Option     "AtomBIOS"                  # [<str>]           
        #Option     "UnverifiedFeatures"        # [<bool>]          
        #Option     "Audio"                     # [<bool>]          
        #Option     "HDMI"                      # [<str>]           
        #Option     "COHERENT"                  # [<str>]           
        Identifier  "Card0"                                         
        Driver      "radeonhd"                                      
        Option      "AccelMethod" "exa"                             
        Option      "DRI" "On"                                      
        VendorName  "ATI Technologies Inc"                          
        BoardName   "Mobility Radeon HD 3650"                       
        BusID       "PCI:1:0:0"                                     
EndSection                                                          

Section "Extensions"
        Option "Composite" "On"
EndSection                    

Section "ServerFlags"
        Option "AIGLX" "On"
EndSection                

Section "Screen"
        Identifier "Screen0"
        Device     "Card0"
        Monitor    "Monitor0"
        SubSection "Display"
                Viewport   0 0
                Depth     1
        EndSubSection
        SubSection "Display"
                Viewport   0 0
                Depth     4
        EndSubSection
        SubSection "Display"
                Viewport   0 0
                Depth     8
        EndSubSection
        SubSection "Display"
                Viewport   0 0
                Depth     15
        EndSubSection
        SubSection "Display"
                Viewport   0 0
                Depth     16
        EndSubSection
        SubSection "Display"
                Viewport   0 0
                Depth     24
        EndSubSection
EndSection

Für den ersten Test sollte man aber erstmal folgende Optionen weglassen (dazu gleich mehr):

Option "AccelMethod" "exa"
Option "DRI" "On"

Section "Extensions"
 Option "Composite" "On"
EndSection

Section "ServerFlags"
 Option "AIGLX" "On"
EndSection

Dann kann man mal xterm starten und es sollten dann hoffentlich drei Shell-Fenster erscheinen mit dem unendlich geilen twm-Windowmanager ;-) Wenn das tut, dann kann man z.B. KDE 4.2 installieren mit emerge -av kde-meta. Man wird aber aktuell feststellen, das beim Fenster verschieben z.B. nicht gerade der Punk abgeht. Wer's schneller haben möchte - und da kann man dann wirklich nicht meckern - der installiert sich den neuesten Treiber selbst. Das geht wunderbar und ist hier beschrieben. Damit hat man dann einen flotten Bildschirmaufbau. Leider lassen sich damit die KDE Desktop Effekte noch nicht nutzen. Man wird in /var/log/Xorg.0.log eine Fehlermeldung wie diese hier sehen:

(EE) AIGLX error: dlopen of /usr/lib64/dri/r600_dri.so failed (/usr/lib64/dri/r600_dri.so: cannot open shared object file: No such file or directory)
(EE) AIGLX: reverting to software rendering

D.h. es ist zwar alles soweit vorbereitet im Treiber, aber der 3D-Support fehlt noch. Aber wenn die Treiber-Götter uns gnädig sind und diese Meldung hier stimmt, dann bestehen gute Aussichten, das wir mit dieser Grafikkarte doch noch in den Genuss der KDE Desktop Effekte ohne diese besch... ATI-Closed Source Treiber kommen, die mit jedem Kernelupdate sowieso wieder nicht mehr funktionieren und mit Kernel >= 2.6.28 überhaupt nicht laufen, den ich aber wiederum brauche, damit dieser Laptop hier überhaupt vernünftig tut! Ahhhhhh! ;-) Vorallem ist mir der komplette Laptop mit Kernel 2.6.28 abgesemmelt, wenn ich das erstemal mich mit einem WLAN verbunden habe. Beim zweiten Start ging's dann. Aber mit Kernel 2.6.29 läuft jetzt absolut top.

Damit läuft eigentlich fast alles unter Linux mit dem Laptop. Ausprobiert habe ich allerdings noch nicht Bluetooth, den TPM-Chip und den Fingerabdruckleser. Definitiv nicht funktioniert das integrierte UMTS-Modem. Da gibt's zwar irgendwie eine Möglichkeit (s.u.), aber ganz wahnsinnig bin ich noch nicht, das ich mir dieses Prozedere antun muss. Ich habe stattdessen jetzt eine Karte Option 0301 von Vodafone. Läuft wunderbar mit umtsmon. Ach ja: Für WLAN kann ich nur wicd wärmstens empfehlen. Damit kann man sehr schon seine WLAN's oder auch Ethernet verwalten. Langsam wird's richtig komfortabel ;-)

Links:
Open-Source R600 OpenGL Support May Come Soon
How to setup Bluetooth
Nokia Handy als UMTS-Modem unter Linux (unter Gentoo als Alternative zu einer UMTS-Karte)
UMTS-Anbindung für Netbooks
UMTSmon SUPPORTED HARDWARE
HP un2400 Mobile Broadband Module (das ist besagtes, integriertes UMTS-Modem)
Kernelpatch für un2400 UMTS-Modem (für die Wahnsinnigen unter uns ;-) )
Problem with WWAN module un2400
HP EliteBook 8530p Notebook PC - Overview - Die offizielle Seite zum Notebook von HP
SystemRescueCd
Safe Cflags/Intel
Kubuntu Linux auf dem Elitebook 8530p
HP Elitebook 8530w - Ganz wichtige Seite mit Infos!
RadeonHD xorg Treiber Wiki
radeonhd - The Driver for AMD GPG r5xx/r6xx/r7xx Chipsets
FFe: Xv and EXA not supported on R6xx/R7xx chipsets
radeonhd:r6xx_r7xx_branch


Freitag Mrz 20, 2009

Elitebook 8530p, Gentoo, Sabayon, Kubuntu

Vorne weg: Das HP Elitebook 8530p ist ein tolles 15" Notebook. Mit einer 1680x1050 Auflösung, guter Verarbeitung, gutes Display und für Notebookverhältnisse wirklich schneller Festplatte, macht das Teil schon Spaß - mal vom Lüfter abgesehen, der zwar leise, aber beständig vor sich hin säuselt und ganz gut warm rausbläst.


Tja, leider habe ich blöderweise das Modell mit ATI HD 3650 Grafikkarte bekommen. Konnte ich mir leider nicht aussuchen. Und eines weiß ich jetzt definitiv: Linux und ATI - never ever again. Das ist hochpeinlich, was AMD/ATI da abliefert an Treiber. Für mich war von vornherein klar, das ich die ATI- und nicht die Opensource-Treiber nutzen möchte einfach wegen der KDE Desktop Effekte. Die sind nicht nur schön, sondern auch produktiv. Gehört hatte ich ja schon davon, das ATI und Linux nicht so das Wahre ist. Aber ich dachte (oder hoffte viel mehr), das die Zeiten jetzt auch vorbei sind.

Kubuntu 9.04 läuft mit dem Notebook ganz gut mit den Opensource-Treibern radeonhd, aber die proprietären Treiber liefen nur bei Sabayon, da sie da schon dabei sind. Unter Gentoo und Kubuntu 9.04 lief die Sache mit den proprietären Treibern i.d.R. auf einen schwarzen Bildschirm raus. Bei Gentoo hatte ich das mit Kernel 2.6.27 und 2.6.28 probiert. Zum Schluss gab es auch nur noch Fehler beim Kompilieren/Installieren. Wenn man so im Internet rumliest, dann schreiben viele, das sie wieder auf die Opensource-Treiber gewechselt sind, da mit jedem kleinen Kernel-Update die proprietären Treiber nicht mehr funktionieren.

Wenn ich mir da die Treiber von Intel in meinem Dell 630 oder die Nvidia-Treiber für meine 8600 GTS anschaue, wie gut die funktionieren, dann fällt mir zu den ATI-Treibern nix mehr ein. Die ATI-Treiber waren zu mach64-Zeiten schon unter aller Kanone und sie sind immer noch so schlecht. Und da liegen mehr als 15 Jahre dazwischen... Respekt.

Wer's dennoch versuchen möchte mit dem Notebook und Linux, der sollte unbedingt im Bios die Option System Configuration -> Device Configuration -> FAN Always on while on AC Power ausschalten. Wer Gentoo installiert, der sollte es sich etwas einfacher machen und die Sabayon 4.1 Live-DVD zum Booten nehmen. Diese Distribution (auf Gentoo basierend) ist auf dem neuesten Stand und so braucht man sich wenigstens damit nicht rumzuärgern. Ausserdem kann man auf der Sabayon-Seite sich die Kernel-Konfiguration (amd64 bzw. x86_64 in diesem Fall) downloaden und diese als Ausgangsbasis für den eigenen Gentoo-Kernel verwenden. Das steigert die Wahrscheinlichkeit gleich ein ganzes Stück, das der neue Kernel gleich sauber mit dem Notebook läuft. Und man könnte davon ausgehen, das X damit funktioniert. Hatte damit aber leider kein Glück. Ausserdem sollte man im Bios die Vanderpool Technologie (VT) aktivieren, damit man aus virtuellen Maschinen wie KVM oder VMWare mehr Geschwindigkeit rausholt bez. überhaupt erst nutzen kann (KVM).

Also ich habe das HP Notebook zurückgegeben und bleibe bei meinem Dell 630. Aber wer sich diese Grafikkarte unter Linux wirklich antun möchte, der findet hier vielleicht noch nützliche Infos:

Kubuntu Linux auf dem Elitebook 8530p
ATI Ubuntu Intrepid Installation Guide
Gentoo Linux Wiki - HP Elitebook 8530w
Gentoo Safe Cflags
Gentoo Linux Wiki - RadeonHD
Wenn's gar nicht weitergeht: forums.gentoo.org
Gentoo Linux ATI FAQ
Gentoo ATI Radeon FAQ
The Gentoo Linux alternative installation method HOWTO - Wer nicht die Gentoo Live oder Minimal CD verwenden möchte
chroot: cannot run command /bin/bash: Exec format error ;-)


Freitag Mrz 06, 2009

Gentoo: KDE 4.2 beendet sich einfach nach ein paar Klicks

Schon toll, was so passiert, wenn man historische Sachen mit sich rumschleppt. Nachdem KDE 4.2 eine ganze Weile ohne Probleme lief, hatte ich plötzlich das Problem, das sich KDE einfach mal so beendete, nachdem ich z.B. auf File -> New Tab in Konsole geklickt hatte oder im Konquerer ein paar Buchstaben der URL eingegeben habe. Da kam dann irgendwas von wegen xprop und so (weiß die genaue Meldung nicht mehr).

Des Rätsels Lösung: /etc/X11/xorg.conf anpassen und folgende Option rausschmeissen:

Option "Backingstore" "true"

Diese Option war bei meiner Nvidia 8600 GTS gar nix gut. Drum raus damit. Dann tut's.


Freitag Feb 06, 2009

KDE 4.2

Nach dem nun am 27.1.2009 KDE 4.2 released wurde, war es kurz darauf auch schon im Gentoo Portage. Respekt an die KDE- und Gentoo-Entwickler!

KDE 4.2 ist schon ein tolles Release. Habe jetzt auch meinen eigentlichen Desktoprechner von KDE 3.5 auf 4.2 upgedated. Da Portage 2.2 noch hardmasked ist und nur diese Version Slots unterstützt, habe ich das kde-meta-Paket installiert.

Grundsätzlich ist die KDE-Doku auf der Gentoo-Seite ganz gut. Zusätzlich zu den KDE-4.2-Pakete die in die /etc/portage/package.keywords eingetragen werden müssen, damit man 4.2 überhaupt installiert werden kann (die Liste kann man hier downloaden), musste ich noch

dev-util/cmake
kde-base/qimageblitz
dev-libs/soprano
app-misc/strigi
kde-base/automoc
app-office/akonadi-server
dev-libs/libical
x11-apps/xinit
sci-mathematics/gmm
dev-libs/libzip

unmasken. Weiterhin hatte ich das Problem, das das phonon-xine-Paket ständig verhindert hat, das phonon-4.3.0 installiert werden konnte. Schließlich habe ich kde-base/kdebase (V 3.5), krusader, krename, smplayer und vlc deinstalliert und dann lief auch die Installation von kde-base/kde-meta:4.2 durch. Die genannten Pakete hatten alle Abhängigkeiten zu KDE 3.5 Libs, die wiederum die Installation von 4.2 verhinderten. Die deinstallierten Pakete kann man nach der Installation einfach wieder installiert.

Der Befehl emerge -ptuDN world hilft ganz gut, um zu sehen, welche Pakete von welchen Paketen abhängen und kann so leichter Blocker auflösen.

Nachdem KDE 4 jetzt auch sehr schöne und vor allem auch schnelle Effekte schon mit bringt u.a. auch den berühmten Cube, habe ich Compiz-Fusion auch gleich deinstalliert. Ebenso habe ich auch alles Mögliche deinstalliert, was noch nach KDE 3.5 aussah. Allerdings spielen die o.g. Paket und auch z.B. das CD Brennprogramm k3b wieder einige KDE 3.5 Pakete ein. Das ist aber kein Problem.

Nach der ganzen Deinstallstionsorgie funktionierten dann nach einem Restart von KDE die Effekte nicht mehr. Hier hat dann eine Neuinstallation der Nvidia-Treiber geholfen. Dieser Installer meckerte dann auch gleich, das einige Pakete seit der letzten Installation geändert wurden. Nach der Neuinstallation der Treiber liefen dann auch die Effekte wieder.

Fall es jemand hilft: Konkret deinstalliert habe ich (Pakete werden dann teilweise später wieder reingezogen, wenn sich KDE 4.2 installiert) folgende Pakete:

libkexiv2 libkipi libkdcraw kde-base/kde-3.5.9 kde-base/arts-3.5.9 kde-base/kdewebdev-3.5.9 kde-base/kdetoys-3.5.9 de-base/kdepim-3.5.9-r1 kde-base/kdemultimedia-3.5.9 kde-base/kdeedu-3.5.9 kde-base/kdeaddons-3.5.9 kde-base/kdeadmin-3.5.9 kde-base/kdeartwork-3.5.9 kde-base/kdegames-3.5.9 kde-base/kdegraphics-3.5.9 kde-base/kdelibs-3.5.9-r4 kde-base/kdenetwork-3.5.9 kde-base/kdepim-3.5.9-r1 kde-base/kdeutils-3.5.9-r1 kde-base/kdeadmin-3.5.9 kde-base/kdeartwork-3.5.9 kde-base/kdegames-3.5.9 kde-base/kdegraphics-3.5.9 kde-base/kdelibs-3.5.9-r4 kde-base/kdenetwork-3.5.9 kde-base/kdepim-3.5.9-r1 kde-base/kdeutils-3.5.9-r1 x11-wm/compiz-0.6.2-r1 x11-wm/compiz-fusion-0.6.0 x11-plugins/compiz-fusion-plugins-unsupported-0.6.0 dev-python/compizconfig-python-0.6.0.1  11-libs/compiz-bcop-0.6.0 x11-libs/compizconfig-backend-gconf-0.6.0 x11-libs/compizconfig-backend-kconfig-0.6.0 x11-libs/libcompizconfig-0.6.0 x11-plugins/compiz-fusion-plugins-extra-0.6.0 x11-plugins/compiz-fusion-plugins-main-0.6.0 x11-themes/emerald-themes x11-wm/emerald ktorrent x11-themes/domino-0.4-r1 tork krusader krename x11-apps/ccsm-0.6.0 media-libs/libkdcraw


Donnerstag Feb 05, 2009

Oracle 10g Client und Gentoo 2008.0

Falls mal jemand auf die Idee kommt, den Oracle 10g Client zu installieren und Gentoo 2008.0 (x86_64 bzw. amd64) zu verwenden, dem könnte folgende Meldung um die Ohren fliegen nach der Installation und beim Aufruf von oemapp dbastudio:

Exception java.lang.UnsatisfiedLinkError: /tmp/OraInstall2009-02-05_11-28-04AM/jre/1.4.2/lib/i386/libawt.so: libXp.so.6: wrong ELF class: ELFCLASS64 occurred..                                                                                                    
java.lang.UnsatisfiedLinkError: /tmp/OraInstall2009-02-05_11-28-04AM/jre/1.4.2/lib/i386/libawt.so: libXp.so.6: wrong ELF class: ELFCLASS64

Bei mir hat dann Folgendes weitergeholfen:

emerge -av glibc binutils app-emulation/emul-linux-x86-baselibs app-emulation/emul-linux-x86-xlibs

Zusätzlich habe ich noch

emerge -av ksk rpm

installiert.


Donnerstag Jan 22, 2009

KDE 4

Nachdem ich bis jetzt immer noch mit KDE 3.5 gearbeitet habe, habe ich kürzlich den ersten Rechner mit Gentoo und KDE 4.1 installiert. Ich muss sagen, der Umstieg lohnt sich schon. Subjektiv läuft die ganze Öberfläche irgendwie runder und schneller. Wenn in Kürze KDE 4.2 erscheint, werde ich alle Rechner auf KDE 4 updaten. Mal guggen, wann man KDE 4.2 aus dem offiziellen Gentoo Repository laden kann. Hoffentlich bald :-) Compiz kann man sich dann auch sparen, da die meisten 3D-Effekte schon in KDE 4 integriert sind und in 4.2 ist dann auch der Cube dabei - den vermisse ich aktuell schon sehr ;-)


Dienstag Sep 16, 2008

VMWare: Uhrzeit hinkt hinterher oder laeuft voraus

Ich bin ja gar kein Fan von VMWare (mir ist die KVM tausend mal lieber...), aber nachdem alle Welt das Teil benutzt, kommt man nicht drum rum :-( Kürzlich hatte ich das Problem, das in einem Gentoo Linux Host ein Red Hat Enterprise 5.2 Gast lief und im Gast ständig die Uhrzeit dem Hostsystem hinterherlief. Da dauerte dann eine Sekunde schon mal zwei oder so ;-)

Nun... Ganz hab ich das Problem noch nicht gelöst aber ansatzweise. Zum einen war die Kernel-Timer-Frequenz unterschiedlich. Gentoo lief mit 250 Hz (wie das für ein Server-System angebracht ist) und RHEL mit 1000 Hz. Was eingestellt ist, sieht man unter Gentoo, wenn man nach /usr/src/linux wechselt (ja, es gibt noch andere Möglichkeiten...) und dort

linux # cat .config | grep CONFIG_HZ
# CONFIG_HZ_100 is not set
# CONFIG_HZ_250 is not set
# CONFIG_HZ_300 is not set
CONFIG_HZ_1000=y
CONFIG_HZ=1000

eingibt. Unter RHEL 5.2 geht man unter /usr/src/kernels/2.6.18-92.el5-x86_64/ rein und mancht das Gleiche. Nachdem das eingestellt war unter Gentoo, Kernel neu kompiliert und durchgestartet. Das war dann schon besser. Aber immer noch lief die Zeit langsam auseinander.

Ich habe dann im zugehörigen .vmx-File noch folgende Option eingetragen:

tools.syncTime = "TRUE"

Das sollen angeblich auch die VMWare Tools machen. Das half aber auch nicht so richtig weiter. Jetzt könnte man natürlich auch ein ntpdate pool.ntp.org jede Minute per Cron laufen lassen, aber das ist auch Schwachsinn.

Also hab ich mir die open-vm-tools installiert. Das sind die VMWare Tools nur als Opensource. Diese Tools müssen im Gast-System installiert werden. Man lädt sich dazu das .tar.gz-File runter. Den configure hab ich mit

./configure --without-x --without-procps --without-dnet --without-icu

aufgerufen. Dann make; make install. Jetzt kann man mit

vmware-guestd --background /tmp/ovm.pid

den VMWare Guest-Daemon starten. Anschließend kann man mit

vmware-toolbox-cmd timesync enable

die Zeitsyncronisierung einschalten und mit

vmware-toolbox-cmd timesync enable

abfragen. Mit

vmware-toolbox-cmd stat hosttime

kann man dann noch die Host-Zeit abfragen. Die Zeit der beiden System läuft jetzt zwar immer noch nicht ganz syncron, aber es ist akzeptabel.


Mittwoch Sep 10, 2008

Freie IP finden mit fping

Man kennt das Problem: Man braucht eine freie IP in einem Class C Netz. Praktisch wäre jetzt mal kurz alle IP-Adressen durchzutesten. Da hilft fping:

fping -g 172.18.72.0/24

Wenige Sekunden später sieht man dann, was noch frei ist. Unter Gentoo einfach mit

emerge fping

installieren. Ich vermute, andere Distributionen haben das Tool auch an Board.


Montag Jul 21, 2008

Dell Laptop 630, Gentoo, X Server und Compiz

Ich bin ja eigentlich kein Fan von Dell Rechnern, aber manchmal hat man einfach keine Wahl ;-) Nun, als alter Gentoo Fan musste das natürlich drauf. Gesagt, getan. Im Internet finden sich ja einige Quellen, die besagen, das der Latitute D630 mit Linux ganz gut läuft und das Ubuntu 8.04 damit gut funktioniert, wusste ich.

Also fröhlich losinstalliert nach der bewährten und sehr guten Gentoo Installationsanleitung. Das Stage3 Archive hab ich mir von funtoo.org gezogen. Dann muss man nach der Basisinstallation nicht mehr soviele Pakete auf den aktuellsten Stand bringen. Alles kein Thema bis ich dann nach dem ersten booten schließlich den X Server installieren wollte. Da der Laptop eine Intel Grafikkarte vom Typ GM965 drin hatte und es dafür OpenSource-Treiber gibt, die bei aktuellen Kernels (für Framebuffer u.a.) und X.org schon dabei sind, sollte das alles ja kein Thema sein. Ja genau... Soweit so schlecht.

Also also im Kernel schön konfiguriert, /dev/agpgart Support nicht vergessen, I2C auch mit rein (da bin ich schon mal bei einem anderen Treiber auf die ... gefallen) und schließlich die Inteltreiber als Modul. Zur Sicherheit den i810 und den i915 kompiliert, damit man später auch eine Auswahl hat. Naja. Pustekuchen. Egal was ich eingestellt hab, beim Starten des X-Servers immer ein schöner schwarzer Bildschirm. Ich weiß bis heute nicht, welche Option im Kernel dieser Intel-Treiber braucht... Eigentlich hatte ich die Abhängigkeiten alle eingeschaltet.

Aber da gibt's ja noch eine Distribution, die sich Sabayon nennt. Die basiert auf Gentoo, liefert aber eine DVD mit Binär-Paketen aus. Die haben eine sehr gute Live-DVD (da ist die ganze Distribution ziemlich gut...). Dort habe ich mir die aktuelle Beta Sabayon 3.5 runtergeladen, gebrannt und gestartet. Diese Live-Distribution startet gleich ein komplettes KDE mit Compiz-Fusion (wenn man will). Dort lief X auf jeden Fall ohne Probleme. Also war klar, das irgendwas im Kernel, Kernel-Modul oder einer Kernel-AbhängigkeKonit nicht stimmte, da mit VESA-Treiber X einwandfrei lief.

Das Schöne ist, das man die aktuelle Konfiguration eines gestarteten Kernels unter /proc/config.gz rausziehen. Sabayon 3.5 läuft mit Kernel 2.6.25. Also die Sabayon Konfiguration mit cat /proc/config.gz | gunzip - > .config rausgezogen und auf einen USB-Stick kopiert. Gentoo wieder gestartet, die Sabayon .config nach /usr/src/linux/.config kopiert und dann mit genkernel --menuconfig --oldconfig all den neuen Kernel kompiliert. Rechner durchgestartet und tata, schon lief auch X und KDE. Moral von der Geschicht: Klappt was mit dem Kernel unter Gentoo nicht, gugg auch mal bei der Konkurrenz nach. ;-)


Freitag Feb 08, 2008

Weekly Links 20070208

BR Online Sterngucker - Eine schöne Seite für Astronomie-Einsteiger. Erklärt anschaulich Begrifflichkeiten der Astronomie mit div. Hintergrundwissen.
Messenger Web Site - Am 14.1.2008 passierte die Raumsonde Messenger den Planeten Merkur - fast 34 Jahre nach Mariner 10. Hier findet man alle Infos über die Mission.
Alpine Messaging System - Alpine basiert auf einem der wohl bekanntesten Mail-Client Pine. Wer gerne auf der Kommandozeile arbeitet und Pine schon immer mochte, dem dürfte Alpine gefallen.
Using a Bluetooth phone with Linux
A history of the Amiga - Part 1
A history of the Amiga - Part 2
A history of the Amiga - Part 3
A history of the Amiga - Part 4
A history of the Amiga - Part 5
A history of the Amiga - Part 6
Top 10 Free Linux 3D Games
Linux Traffic Control HOWTO
Gentoo HOWTO Packet Shaping - Das vorhergende und dieses Tutorial zeigen, wie man TCP-Traffic begrenzt. Das ist manchmal ganz praktisch,wenn man über eine DSL-Leitung bzw. DSL-Modem viele Dateien hochlädt und nebenbei noch mit SSH arbeitet.
Gentoo HOWTO Road Warriors with OpenVPN
Linowsat Settings - Hier kann man sich für den VDR die neueste channels.conf erzeugen lassen u.a. für Astra und Eutelsat.
Tovid - Eine OpenSource Kollektion von Kommandozeilentools mit der man u.a. seine eigenen DVDs basteln kann. Wer die Kommandozeile nicht mag, nimmt das GUI.

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Mittwoch Jan 09, 2008

Today's Links

Eclipse Plugin JMXplorer - Ein Management und Monitoring Tool für JMX realisiert als Eclipse Plugin. Das Plugin kann auch Graphen von nummerischen Werten zeichenen.
Sabayon Linux - Diese Distriution basiert auf Gentoo Linux, ist aber eher für den Desktop gedacht. Es hat z.B. schon Binary ATI- und Nvidia-Treiber dabei und noch einige andere Multimedia Goodies :-)
Funtoo - Daniel Robbins stellt hier neuere Stage3 Gentoo Tarballs bereit. Wer also nicht gleich nach der Installation von Gentoo 2007 eine Updateorgie hinlegen möchte, sollte sich vielleicht einen solchen Tarball ziehen. Weiterhin findet man hier OpenVZ Templates für Gentoo.
Python Package Index - Wer auf der Suche nach einer Python Bibliothek für bestimmte Zwecke ist, sollte mal hier einen Blick reinwerfen.
astromeeting.de - Einige wunderschöne Astroaufnahmen von Stefan Seip. Er hat auch ein Buch über Astrophotografie geschrieben, das bei OReilly erschienen ist: Digital Astrophotography

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Sonntag Nov 18, 2007

Today's Links

Eee PC Tips: A crash course in Linux - Der Eee PC ist ein kleiner, witziger Laptop von Asus. Kein Leistungswunder aber für manche Sachen ganz praktisch.
Fawnt - Eine Seite mit freien Fonts.
Customizing X Window: An Introduction - Ein Einführung in die xorg.conf und Fontkonfiguration
TDA - Thread Dump Analyzer - Der TDA ist ein kleines Swing GUI um von der Java VM erzeugte Thread Dumps und Heap Informationen analysieren zu können.
LDAP browsing with Luma
Gentoo berkano-overlay - Eines der wichtigsten Overlays für Gentoo wenn es um die neueste Multimedia-Software geht. Hier findet man z.B. den SMPlayer, Last.FM-Proxy, avidemx, usw.

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Donnerstag Sep 13, 2007

Dateiduplikate finden: fdupes

Man kennt das Problem: Jede Menge Dateien auf der Platte und jede Menge davon unnütz, weil doppelt. Um doppelte Dateien zuverlässig zu finden, gibt es fdupes. Unter Gentoo oder Ubuntu installiert sich das recht einfach:

Gentoo: emerge -av fdupes
Ubuntu: apt-get install fdupes

fdupes vergleicht Dateien anhand von MD5 Prüfsummen und Dateigrößen. Sucht man z.B. doppelte Dateien in einem Verzeichnis inkl. Unterordner, gibt man einfach

fdupes -r /zu/durchsuchender/pfad

ein. Doppelte Dateien werden dann paarweise angezeigt.

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Sonntag Sep 09, 2007

LIRC, VDR, Gentoo und Streamzap

Lange hat's gedauert, aber letztendlich habe ich jetzt endlich eine Fernbedienung für meinen VDR gefunden, die nicht über den seriellen Anschluss angeschlossen wird. Die neuen Rechner haben sowas ja kaum noch und mit einem USB/Serial-Adapter habe ich es schon probiert. Das klappte aber irgendwie nicht, obwohl der Treiber im Kernel war.

Jetzt habe ich endlich eine Fernbedienung, die über USB angeschlossen wird und für die es einen LIRC-Treiber gibt :-) Das Teil heißt Streamzap. Zu kaufen gibt's das Ganze z.B. bei Centarea. Heißt dort Sceneo Master Remote. Die Installation unter Gentoo ist relativ einfach.

Zuerst müssen wir in die /etc/make.conf folgende zwei Einträge hinzufügen:

USE="lirc streamzap"
LIRC_DEVICES="streamzap"

Das sollte man eigentlich schon gemacht haben, damit VDR mit LIRC-Support kompiliert ist. Wenn nicht, VDR am besten auch noch mal emerge'n. Dann installieren wir LIRC und starten den Treiber: 

emerge -av lirc
modprobe lirc_streamzap

Dann brauchen wir eine remote.conf und eine lircd.conf. Man findet diese Konfigurationsdateien auch in diesem Thread in vdr-portal.de. Die remote.conf kopieren wir nach /etc/vdr/ und die lircd.conf nach /etc/. Anschließend lircd starten (/etc/conf.d/lircd auch prüfen):

/etc/init.d/lircd start

Nun kann man mit dem Kommando irw testen, ob alles funktioniert. Einfach etwas auf der Fernbedienung rumdrücken und dann sollten auf der Kommandozeile entsprechende Meldungen kommen. Wenn das tut, kann man mit CTRL+C abbrechen. Damit der Treiber beim Hochfahren des Rechners wieder gestartet wird macht man Folgendes:

echo lirc_streamzap >> /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6

Nun passt man noch /etc/conf.d/vdr an. Dort stellt man dann

IR_CTRL="lirc"

ein. Zu guter Letzt fügen wir lircd noch dem default Runlevel hinzu, damit das automatisch gestartet wird:

rc-update add lircd default

Nun noch VDR durchstarten und dann tut's hoffentlich ;-) 

Interessante Links:
Gentoo Wiki: HOWTO LIRC
Using the Streamzap USB remote with vdr on Fedora Core 5
Gentoo Wiki: HOWTO USB LIRC streamZap
vdr-portal.de: lircd.conf und remote.conf gesucht

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