Einträge mit dem Tag: [driver]
3D Support Radeon HD 2000 - HD 4000 bzw. R6xx - R7xx
Endlich ist es soweit! Nachdem ich die ATI Radeon Grafikkarte (Radeon HD 3650 - RV635) in meinem Laptop (siehe auch: Elitebook 8530p, Gentoo, Sabayon, Kubuntu - Teil 1 / Elitebook 8530p, Gentoo, Funtoo - Teil 2) am Anfang am liebsten an die Wand geklatscht hätte, weil die propritären ATI einfach nur übel sind und mit neueren sowie (teilweise) selbstkompilierten Kernel überhaupt nicht tun (im Gegensatz zu Nvidia), hab ich das Teil dann doch noch zum Laufen bekommen mit den OpenSource Treibern (radeonhd). Die laufen wirklich gut und die 2D Performance ist inzwischen super. Nur mit 3D war halt nix. Das ist mir prinzipiell egal, aber sowas wie die Desktopeffekte von KDE 4 oder Compiz Fusion is halt dann nicht so richtig (schnell) - und ich mag die Dinger echt gerne, da sie wirklich auch produktiv sind.
Wer Funtoo/Gentoo als Linux-Distribution nutzt und sich rantraut, kann die nötigen Treiber für 3D Unterstützung aber jetzt nutzen. Ich wollte zunächst wie hier beschrieben vorgehen, aber das Ganze kompilierte leider nicht ganz fertig.
Aber Gentoo "to the rescue"! Zunächst habe ich mir mal einen Kernel 2.6.32 (git-sources-2.6.32_rc3-r1) installiert und kompiliert. Verwendet habe ich eine Kernel-Config von Sabayon 5.0, das auf Gentoo aufsetzt, für Desktop-Systeme ist und Kernel 2.6.31 verwendet. Die .config (x86_64 / x86) habe ich fast unverändert übernommen - nur die KMS (Kernel Mode Settings) im Staging-Bereich habe ich aktiviert und alles andere im Staging-Bereich ausgeschaltet, da die Android-Treiber bei mir das Kompilieren des Kernel verhindern (bricht mit Error ... ab).
Das ist prinzipiell eine feine Sache. Man hat hiermit praktisch auf der Console schon die volle Auflösung - in meinem Fall 1600x1050 - und wenn man zwischen X-Server und Konsole mit CTRL+ALT+F1 oder CTRL+ALT+F7 hin und her wechselt, flackert nix, da nicht mehr zwischen den Auflösungen umgeschaltet werden muss. Das Ganze funkt auch wunderbar - prinzipiell. Nur leider sieht der X-Server nach dem Start recht bunt aus und der Cursor ist ziemlich viereckig ;-) Aber gut, das ist ja auch alles noch ziemlich experimentell. Man kann KMS über einen Kernel-Bootparameter wieder ausschalten. Dazu fügt man in der /boot/grub/grub.conf den Parameter radeon.modeset=0 hinten an. Wenn es dann doch mal tut, kann man ja den Parameter wieder weglassen.
Nun aber zur 3D Unterstützung: Zunächst habe ich das X11-Overlay hinzugefügt:
layman -a x11
layman -S
Da man Mesa und die Xorg-Treiber in den neuesten Versionen braucht, habe ich die Pakete unmasked (mit Hilfe des Tools autounmask):
autounmask x11-base/xorg-drivers-9999
autounmask media-libs/mesa-9999
Dann installiert man Folgendes:
emerge -av xorg-server xorg-drivers mesa libdrm
Und schließlich sollte man noch einen
revdep-rebuild
hinterherschicken. Dann muss man eigentlich nur noch Durchstarten und in den System Settings die Desktop Effekte einschalten (soweit nicht schon passiert [waren bei mir bisher auf XRender eingestellt]) und auf OpenGL umstellen. Das war's eigentlich :-) Bei mir laufen fast alle Effekte sehr schnell.
Und fall es jemanden interessiert: glxgears läuft bei mir jetzt mit 2123 FPS ;-)
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09:25PM Okt 07, 2009
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mesa opengl linux radeon driver
Nvidia GTS 8600, Gentoo und KDE
Also ich muss sagen, ich bin einigermaßen begeistert :-) Wer hätte das gedacht, das die 8600 GTS so schnell auf Gentoo mit den Nvidia-Treibern, Twinview und Kernel 2.6.20 laufen würde. Nachdem mein neuer Rechner eine ganze Weile nur als Server lief und inzwischen alle Server-Dienste in einer eigenen Qemu-VM (mit KVM) laufen, wollte ich auch endlich mal meinen alten Pentium IV einmotten und den neuen Geschwindigkeitsrausch genießen ;-)
Für die KDE-Installation passt man erst mal /etc/make.conf an:
LINGUAS="de en_GB"
Hier rein schreibt man die Sprachen für die Internationalisierung. Dabei bietet sich de für deutsch an, aber bei mir steht da immer en_GB drin, da ich immer mit den englischen Versionen arbeite. Dann installiert man das kde, dbus und hal Paket. Die enthalten alles, was man für KDE braucht und installieren mal einen Grundstock an KDE-Programmen:
emerge -av kde
emerge -av dbus
emerge -av hal
rc-update add dbus default
rc-update add hald default
echo "exec startkde" > ~/.xinitrc
Damit hat man dann alles, was man für KDE braucht. Also auf meinem T6700 dauerte das Kompilieren gute 3 Std. wenn mich nicht alles täuscht. Hatte das über Nacht durchlaufen lassen. Also es dauert auf jeden Fall etwas ;-) Dann müssen wir noch den Displaymanager anpassen in /etc/conf.d/xdm:
DISPLAYMANAGER="kdm"
Als nächstes holt man sich dann von der Nvidia-Seite den Treiber für die 8600 GTS. In meinem Fall war das die Version 100.14.11 für Linux AMD64/EM64T. Das hatte ich dann einfach per wget runtergeladen und mit sh NVIDIA-Linux-x86_64-100.14.11-pkg2.run gestartet. Dann folgt man einfach den Anweisungen des Programms. Dann konnte ich schon mal mit startx KDE starten. Das funktionierte auch gleich auf Anhieb und mein Eizo T965 zeigte auch gleich einen 1600x1200 großen Desktop mit 85 Hz an :-) Aber da hängt ja noch mein Eizo F730 dran. Da das NVIDIA X Server Settings Programm mal wieder nicht im Stande war (wie bei ATI auch), den zweiten Bildschirm einzurichten, musste ich also wieder Hand anlegen um Twinview ans Laufen zu bekommen. Das war aber nicht weiter schwierig. Xinerama wäre auch eine Option gewesen, aber bisher hat Twinview noch fast immer jeden Benchmark gewonnen. Und so sieht dann hierfür die /etc/X11/xorg.conf aus:
Section "ServerLayout"
Identifier "Layout0"
Screen 0 "Screen0" 0 0
InputDevice "Keyboard0" "CoreKeyboard"
InputDevice "Mouse0" "CorePointer"
EndSection
Section "Files"
RgbPath "/usr/lib64/X11/rgb"
EndSection
Section "Module"
Load "dbe"
Load "extmod"
Load "type1"
Load "freetype"
Load "glx"
EndSection
Section "ServerFlags"
Option "Xinerama" "0"
EndSection
Section "InputDevice"
Identifier "Mouse0"
Driver "mouse"
Option "Protocol"
Option "Device" "/dev/input/mice"
Option "Emulate3Buttons" "no"
Option "ZAxisMapping" "4 5"
EndSection
Section "InputDevice"
Identifier "Keyboard0"
Driver "kbd"
EndSection
Section "Monitor"
Identifier "Monitor0"
VendorName "Eizo"
ModelName "CRT-0"
HorizSync 30.0 - 110.0
VertRefresh 50.0 - 150.0
Option "DPMS"
EndSection
Section "Device"
Identifier "Device0"
Driver "nvidia"
VendorName "NVIDIA Corporation"
EndSection
Section "Device"
Identifier "Videocard0"
Driver "nvidia"
VendorName "NVIDIA Corporation"
BoardName "GeForce 8600 GTS"
EndSection
Section "Screen"
Identifier "Screen0"
Device "Videocard0"
Monitor "Monitor0"
DefaultDepth 24
Option "CoolBits" "1"
Option "TwinViewOrientation" "RightOf"
Option "UseEdidFreqs" "True"
Option "SecondMonitorHorizSync" "30.0 - 110.0"
Option "SecondMonitorVertRefresh" "50.0 - 150.0"
Option "TwinView" "1"
Option "metamodes" "CRT-0: 1600x1200 +0+0, CRT-1: 1600x1200 +1600+0"
SubSection "Display"
Depth 24
Modes "1600x1200" "1280x1024" "1024x768" "800x600" "640x480"
EndSubSection
EndSection
Mehr zum Thema auch hier:
HOWTO KDE Desktop for the end-user
Technorati Tags: driver, gentoo, kde, nvidia
Erstellt am
10:30PM Jul 03, 2007
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driver gentoo kde nvidia
Nvidia Linux Treiber 100.14.03/100.14.06 mit Kernel >= 2.6.20
Das schiesst ja schon wieder den Vogel ab... In meinem neuen Rechner steckt eine MSI NX8600GTS-T2D EZ (256 MB) Grafikkarte drin. Dazu brauche ich für Linux die neuesten Beta-Treiber. Und was macht der Vogel, wenn ich den Treiber installieren will:
FATAL: modpost: GPL-incompatible module nvidia.ko uses GPL-only symbol 'paravirt_ops'
Total geil... Ich HASSE diese closed Source Treiber. Das ist echt das Letzte. Aber was will man machen... Nun ich hatte ja auf meinem Debian 4.0 (Etch) einen eigenen Kernel 2.6.20 kompiliert und installiert. Und seit genau dieser Version ist das paravirt_ops dabei. Wenn man nun also den Source Code unter /usr/src/linux liegen hat, wechselt da rein und schaltet erstmal eine Option aus, in dem man die Kernel-Konfiguration startet:
make menuconfig
Dort findet man dann unter Processor type and features den Punkt Paravirtualization support (EXPERIMENTAL). Das schaltet man aus und beendet die Konfiguration. Anschliessend:
make prepare
make scripts
Dann kann man nochmal versuchen den Treiber zu installieren mit
sh NVIDIA-Linux-x86-100.14.06-pkg1.run
Das führt dann hoffentlich zu einem funktionierenden Treiber. Bei mir kommt allerdings jetzt eine Floating Point Exception...
/bin/sh: line 1: 17393 Floating point exceptionscripts/mod/modpost
Das ist wirklich sowas von toll... Liebe Nvidia's, liebe ATI's: Ihr habt vom Treiber schreiben soviel Ahnung wie ich vom Raketen bauen. Nix für ungut...
Mehr Infos hier (vielleicht hilft's jemanden weiter):
Install fails with Debian 2.6.20-1-k7 + Linux-x86-1.0-9755/Linux-x86-100.14.03
[Installation Instruction] nvidia driver with kernel-rt-2.6.20-0119.rt8 on FC6
Using the NVidia driver on a Linux Kernel 2.6.2x with paravirtualization turned on
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Erstellt am
08:45PM Mai 30, 2007
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linux kernel treiber nvidia driver
VIDEO: Hauppauge PVR 150 250 350 unter Linux (Kubuntu 6.10)
Zuerst muss mal das Universe und Multiverse Repository aktiviert sein und der Standort der Firmware hinzugefügt werden. Netterweise stellt Hauppauge inzwischen die Firmware den ivtv Treiberentwicklern zur Verfügung, so das alles in einem Rutsch installiert werden kann. Dazu fügt man in die /etc/apt/sources.list folgende Zeilen hinzu:
#
# multiverse repository
#
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ edgy universe multiverse
deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ edgy universe multiverse
#
# ivtv firmware
#
deb http://dl.ivtvdriver.org/ubuntu edgy firmware
Dann müssen wir (K)ubuntu noch anweisen, das Repository ohne Gemecker zu akzeptieren, indem wir den entsprechenden Key hinzufügen:
wget http://dl.ivtvdriver.org/ubuntu/80DF6D58.gpg -O- | sudo apt-key add -
Danach dann noch ein
sudo apt-get update
damit der lokale Repository-Cache auf den aktuellen Stand kommt. Auf der Kommandozeile gibt man dann Folgendes ein:
DEBIAN_FRONTEND=dialog sudo apt-get install ivtv-firmware
Dann brauchen wir den Modulassistenten zum den Treiber vorzubereiten:
sudo m-a update,prepare
sudo m-a a-i ivtv
sudo depmod -a
Sollte man mal in den Kernel auf eine neue Version updaten, dann muss man diese drei Zeilen auch wieder ausführen. Dann installieren wir den Treiber:
sudo modprobe ivtv
Mit
lsmod | grep ivtv
kann man nun guggen, ob das Modul gelanden wurde. Wenn das sauber klappt, fügen wir das Modul noch in die /etc/modules hinzu, damit es auch nach dem Restart wieder geladen wird:
sudo sh -c 'echo ivtv >>/etc/modules'
Nun kann man mal den Video-Recorder oder sonst eine externe Quelle an die Karte anschließen. Damit man nun dem Treiber mitteilen kann, von welcher Schnittstelle (Composite, Tuner, S-VHS, ...) das Signal kommt, braucht man noch ein Paket:
sudo apt-get install ivtv-utils
Das Utility heißt ivtvctl. Mit
ivtvctl --help
kann man nun alle Optionen ausgeben lassen. Ich hab meinen Videorecorder entweder am Composite- oder S-VHS-Anschluss angeschlossen und der Sound liegt am Line-In der Hauppauge TV-Karte an. Für mich habe ich folgende wichtiges Kommandos identifiziert:
Abfragen, welche Input-Schnittstellen vorhanden sind:
ivtvctl --list-inputs
S-VHS Schnittstelle verwenden:
ivtvctl --set-input=1
Composite Schnittstelle verwenden:
ivtvctl --set-input=2
Sound-Input auf Mono umstellen:
ivtvctl --set-sapmode=0
Sound-Input auf Stereo umstellen:
ivtvctl --set-sapmode=1
Wenn man nun per ivtvctl die richtige Quelle ausgewählt hat, kann man mal eine Testaufzeichung starten:
cat /dev/video0 > /tmp/test_capture.mpg
Das Ganze läßt man 5-10 Sek. laufen und bricht dann mit CTRL+C ab. Nun nimmt man einen Videoplayer seiner Wahl (VLC, Totem, mplayer, ...) und überprüft das Ergebnis:
mplayer /tmp/test_capture.mpg
Zum Aufzeichnen verwende ich inzwischen VLC und zum Umwandeln, um das Ganze z.B. auf DVD zu brennen, die Skriptsammlung tovid. Dazu dann ein anderes Mal...
Update: 29.05.2007
Wenn man mal in die Verlegenheit kommen sollte, das K/Ubuntu per automatischen Update einen neuen Kernel einspielt, macht man Folgendes:
sudo rm /usr/src/ivtv*deb
sudo m-a clean ivtv
sudo m-a update,prepare
sudo m-a a-i ivtv
sudo depmod -a
Dann kann man mit
modprobe ivtv
den Treiber wieder starten. Mehr zum Thema gibt's hier noch: Install IVTV Edgy
Technorati Tags: hauppauge, pvr, driver, installation, linux, ubuntu, ivtv, vlc, tovid, kubuntu
Erstellt am
10:48PM Mrz 08, 2007
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driver kubuntu ivtv ubuntu installation vlc tovid pvr hauppauge linux
X: Ubuntu/Kubuntu, Radeon 9700 PRO, Dualhead, 2 x 21 Zoll Röhrenbildschirm (CRT)
Nachdem ich für mich entschieden habe, das Windows Vista für mich keine Option mehr ist, war's endlich an der Zeit, auf Linux umzusteigen. Auf meinem Server läuft Debian ja schon seit was weiss ich wieviel Jahren, aber auf'n Desktop war Linux einfach noch nicht soweit. Nun, das hat sich gründlich geändert. Mit Ubuntu/Kubuntu steht eine Distribution bereit, die zumindest der fortgeschrittene User im Großen und Ganzen zum Laufen bringt (Ich sage deshalb fortgeschrittener User, weil ich es auch unter meinen Kollegen noch nie erlebt habe, das sich Linux mal installieren liese, ohne das man nicht doch noch Hand anlegen musste).
Die Installation an sich war gar kein Problem. Hatte auf meinen zwei Platten Windows XP drauf und beide NTFS formatiert. Bei Kubuntu ist eine schönes Tool dabei, das die Partitionen verkleinert, so das man auch noch Linux drauf bekommt. War gar kein Thema, ging super... Installation auch kein Problem und zum Schluss stand dann der KDE-Desktop bereit - aber eben nur mit 60 Hz bei einer Auflösung von 1600x1200 und nur auf einem Bildschirm. Nun hab ich aber 2 x 21" CRT-Monitore mit 1600x1200 bei 85 Hz gefahren unter Windows und das wollt ich unter Linux auch wieder.
Ich war ja schon leicht am Verzweifeln was die Grafikkartenkonfiguration anbelangt. Ich hab auf meinem "großen" PC ja nicht mehr die aktuellste Konfiguration, also ging ich davon aus, das das inzwischen soweit von Linux unterstützt werden sollte. Pentium IV Hyperthreading mit 3 GHz, ATI Radeon 9700 Pro (R300), Onboard-Sound nach dem AC97 Standard, 100 MBit Ethernet D-Link DFE-530TX Rev. C Netwerkkarte (VIA Rhine III Chip), Epson Scanner per SCSI (Adaptec AHA-7850) angeschlossen und einen IDE-Raidcontroller mit Promise PDC20276 Chip.
Lief auch alles wunderbar (sogar der Scanner ging auf Anhieb), aber die Grafikkarte weigerte sich standhaft meine zwei Monitore mit jeweils 1600x1200 @ 85 Hz und Xinerama (damit der Desktop auf beide Bildschirme ausgedehnt wird) anzusprechen. 60 Hz war kein Problem, aber davon bekommt man ja Augenkrebs ;-)
Zunächst hatte ich es eine ganze Weile mit den Closedsource Treibern von ATI selbst versucht. Ich habe eigentlich was gegen Treiber, die nicht quelloffen sind, da sie nur Probleme machen, aber ich versprach mir damit etwas mehr Performance vorallem im 3D Bereich. Wer sich an diesen Treibern von ATI bzw. von Nvidia versuchen möchte, dem lege ich ganz stark das Programm/Skript envy ans Herz. Bis man alle Teile beieinander hat, bis diese Closedsource Treiber überhaupt mal laufen, vergeht einige Zeit. Das envy Skript erledigt alles in einem Durchgang völlig selbstständig. Das hab ich auch gemacht und lief wunderbar inkl. 3D Beschleunigung. Aber mehr wie 60 Hz war nicht drin. Selbst alle Modelines habe ich entfernt und mit einem Tool names gtf eine Modline selbst berechnet. Mit gtf gibt man an, welche Auflösung man bei welcher Bildschirmwiederholfrequez fahren möchte z.B:
user@spock:/$ gtf 1600 1200 85
# 1600x1200 @ 85.00 Hz (GTF) hsync: 107.10 kHz; pclk: 234.76 MHz
Modeline "1600x1200_85.00" 234.76 1600 1720 1896 2192 1200 1201 1204 1260 -HSync +Vsync
In der Monitor Section in der xorg.conf stand dann auch nur noch diese Zeile drin. Der ATI Treiber meinte darauf hin, er müsse sich jetzt in die ewigen Jagdgründe verabschieden und ist abgestürzt, wie aus der /var/log/Xorg.0.log hervorging. Das Übliche: Mit 60 Hz lief er dann wieder.
Irgendwann war aber Schluss mit lustig. Ich bin dann wieder den Opensource Weg beschritten und bin über die Manpage des radeon Treibers gestolpert. Dort gab es eine Option names MergedFB was soviel bedeutet wie "zusammengesetzter Framebuffer". Das ist dann sowas Ähnliches wie Xinerama, aber eigentlich besser, da der Treiber 2D und z.T. auch 3D Operationen auf den kompletten Framebuffer anwenden kann und nicht nur auf den Framebuffer, der den ersten Monitor speist. Nun... Damit lief's dann schlussendlich. Hier ein Ausschnitt aus meiner xorg.conf (die vollständige kann hier downgeloaded werden: xorg.conf):
Section "Device"
Identifier "RADEON1"
Driver "radeon"
BusID "PCI:1:0:0"
#
# Accelration
#
Option "AGPMode" "2"
Option "EnablePageFlip" "on"
Option "RenderAccel" "on"
#
# Merged Framebuffer
#
Option "MergedFB" "true"
#
# Options for second monitor
#
Option "CRT2Position" "LeftOf"
Option "CRT2Hsync" "30-107"
Option "CRT2VRefresh" "50-85"
Option "MetaModes" "1600x1200-1600x1200"
Screen 0
EndSection
Section "Monitor"
Identifier "Eizo T965"
Option "DPMS"
HorizSync 30-107
VertRefresh 50-85
Modeline "1600x1200" 234.76 1600 1720 1896 2192 1200 1201 1204 1260 -HSync +Vsync
EndSection
Section "Screen"
Identifier "Screen0"
Device "RADEON1"
Monitor "Eizo T965"
DefaultDepth 24
SubSection "Display"
Depth 24
Modes "1600x1200"
EndSubSection
EndSection
Section "ServerLayout"
Identifier "Default Layout"
Screen 0 "Screen0" 0 0
InputDevice "Generic Keyboard"
InputDevice "Configured Mouse"
EndSection
Mehr Infos zu diesem radeon Treiber gibt's hier:
Additional options for the radeon driver
Manpage: radeon - ATI RADEON video driver
Performance optimierende Optionen sind AGPMode, EnablePageFlip und RenderAccel. Bei AGPMode muss man mal im Handbuch des Mainboards und der Grafikkarte guggen, welchen Modus man fahren kann. Default ist AGPx1. MergedFB gibt an, das wir den besagten zusammengesetzten Framebuffer Modus haben möchten. CRT2Postition, CRT2Hsync und CRT2VRefresh besagen, wo der zweite Monitor platziert ist (LeftOf, also links von dem Ersten in diesem Fall), mit welcher horizontalen Frequenz der Monitor zu betreiben ist (in diesem Fall 30-107 KHz) und mit welcher Bildwiederholfrequenz der Monitor ansprechbar ist (hier von 50-85 Hz). Im Gegensatz zu X.org Xinerama braucht man beim MergedFB keine zweite Device, Monitor und Screen Section in der xorg.conf.
Welche Optionen der radeon (Paket: xserver-xorg-video-ati) Treiber noch bereithält, sieht man in der Manpage: man radeon.
Unterm Strich könnte man jetzt wieder mit der heise'schen Forumsallzweckwaffe kommen: Mit Windows wär das nicht passiert! ;-) Ja, stimmt auch. Linux und Treiber im Allgemeinen sind eine echte Krankheit, wenn man auf Closedsource Treiber angewiesen ist. Dafür können aber die Linux-Entwickler schlicht und ergreifend nichts. Mir ist es ein absolutes Rätsel, warum die Hardwarefirmen den Opensource-Entwicklern nicht mehr unter die Arme greifen oder wenigstens die genauen Spezifikationen veröffentlichen. Die wollen doch ihre Hardware und nicht die Treiber verkaufen oder hab ich da jetzt was falsch verstanden? Naja, z.T. funktioniert das ja am Beispiel Intel recht gut. Ich hoffe, das das noch besser wird, zumal jetzt auch noch die Opensource-Entwickler angeboten haben, Treiber für Linux KOSTENLOS(!) für die Firmen zu entwickeln. Ich befürchte nur, das das aber wohl auch nicht viel helfen wird. Ich glaube, die Treiber oder die Hardware ist einfach zu schlecht und die Firmen würden sich ihren Ruf nur noch mehr ruinieren ;-)
Hier noch ein paar weitere Links zum Thema:
ATI Radeon 9800 mit 3D und Xinerama
HOWTO Dual Monitors
HOWTO ATI Drivers
ATI 3D-Beschleunigungs Guide
Technorati Tags: ati, crt, driver, dualhead, kubuntu, linux, radeon, ubuntu, xinerama
Erstellt am
03:31PM Feb 04, 2007
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radeon crt xinerama ubuntu kubuntu ati dualhead linux driver
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10:00PM Jan 22, 2007
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